Hat der Euro eine Zukunft?

Written by Ronny. Posted in RandGedanken

Der Euro wird wohl keine Zukunft mehr haben. Das wird immer deutlicher. Was hat er uns bisher gebracht? Eben stand Griechenland unmittelbar vor der Insolvenz. Nun hat Irland ein Hilfspaket aus dem Euro Rettungsfonds beantragt. Das letztlich aber nur den Banken helfen wird, ihre Gewinne zu sichern. Das irische Volk wird ab sofort seinen Gürtel so eng schnallen müssen, dass es enger kaum noch geht. Obwohl gerade das irische Volk bewusst gegen die Aufnahme Irlands in die Euro Zone gestimmt hatte, und zum zweiten Mal zur Urne gezwungen wurde.

Wann wird Spanien als nächstes erklären, seine Schulden seien so hoch, dass die Länder der Euro – Zone auch da wieder Geld hinein pumpen müssen? Wann ist Portugal dran, dem es offensichlich nicht viel besser geht. Welche andere Staaten werden folgen? Man muss heute zunehmend die Frage stellen, welche Zukunft der Euro hat und ob es überhaupt einen Sinn hat, den Euro in dieser verkrampften Art “stabil ” halten zu wollen, sofern hier überhaupt von Stabilisierubg des Euro die Rede sein kann. Vielmehr geht es doch um eine Stabilsierung der Gewinne privater Banken in Europa und den USA.

Fünf Professoren der Wirtschaftswissenschaften bzw. des Rechtswissenschaften haben einen Tag, bevor die deutsche Regierung über das erneute Rettungspaket für Griechenland und weitere Staaten abstimmte, dagegen eine Verfassungsklage eingereicht und für die BRD eine souveräne Währung zurück zu fordern. War es nicht ein Fortschritt, den Euro einzuführen, ein Fortschritt, dass die Mehrzahl der europäischen Länder sich der Währung des Euro anschlossen?

Vielleicht war es nie ein Fortschritt, zumindest noch nicht. Die Einführung des Euro bedeutete einfach, allen diesen Ländern ein gemeinsames Zahlungsmittel zu geben. Es bedeutete jedoch nicht, dass alle diese Länder ein zumindest vergleichbares wirtschaftliches Niveau hätten. Die Einführung eines Zahlungsmittels kann ein Hilfsmittel sein, die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes anzukurbeln bzw. die Entwicklung von Ländern mit verschiedenem wirtschaftlichem Niveau auf ein Level zu bringen.

Wenn jedoch eine wirtschaftliche Entwicklung dieser Staaten nicht getragen wird von einem arbeitsteiligen Zusammenwirken, sondern wenn sich diese Staaten im Gegenteil eher auseinander dividieren und teilweise sogar in ihrer Entwicklung stagnieren, so kann auch eine gemeinssame Währung nichts retten. Im Gegenteil, die Erklärung der Länder der Euro – Zone, sich gegenseitig aus dem Schuldenloch heraus zu holen ist unproduktiv und nicht dazu geeignet, wirkliche Entwicklung anzustoßen. Deshalb ist es sehr fragwürdig, nun darin eine Lösung sehen zu wollen, dass Deutschland und andere Staaten der europäischen Union Griechenland und Irland aus den Schulden heraus helfen. Welches Land ist dann als nächstes dran?

Wäre es nicht eher besser, jedes Land in die eigne Verantwortung zurück gehen zu lassen und sich mit einer eigenen Währung aus dem Schuldentief zu helfen. Ein einzelnes Land kann auch seine Währung abwerten, um zum Beispiel schnell einen Teil der Schulden abbauen zu können. Selbsttätiges, selbstbestimmtes Handeln eines Landes ist aber nicht möglich, so lange ein Land nicht mehr die Souveränität über seine Währung hat. Demokratie und Selbstbestimmtheit eines Landes sind sehr in Frage gestellt, solange der Euro als künstliches Konstrukt weiterhin aufrecht erhalten wird.

Die Lösung könnte zunächst erst einmal sein, wieder zurück zur D-Mark bzw. zu den einzelnen Landeswährungen zu kehren, um auf einer völlig neuen Basis wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zusammenarbeit ein neues Europa wachsen zu lassen.

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Kommentare (4)

  • Indi

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    Wie schön doch die alte D-Mark war. Und wie billig damals alles war, ich will sie zurück. An der Tankstelle wird mir dank des Euros immer schlecht, das sind 3 DM. Und da sagt der Staat, die Einnahmen bleiben aus?? Die verdienen doch mehr als genug jetzt dank den Steuerzahlern. Sollten mal anfangen, ihre Ausgaben einzuschränken, wir müssen es ja auch machen. Denn trotz Euro und den Preiserhöhungen ist das Gehalt das gleiche geblieben. Euro oder D Mark, hier macht es keinen Unterschied.

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  • Skate

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    Welche Konsequenzen hat es für uns, wenn die Regierung die hart verdienten Groschen der Bürger in die löchrigen Sparstrümpfe anderer Staaten steckt? Im privaten Leben würde das niemand machen. Im vereinten Europa scheint es zum Zwang zu werden. Die ärmeren Mitgliedsstaaten erschweren die Finanzlage in der EU. Wenn Europa ein Untenehmen wäre, würde man sich doch auch an den Kopf greifen, wenn die Chefetage kleine, hoch verschuldete Firmen übernimmt, aber das ganze Unternehmen über Jahre nur Geld reinstecken müsste. Das wäre ja eine Milchmädchenrechnung.

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  • bosalcom

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    Der Euro bzw. die Euro-Zone sind doch eigentlich eine gute Idee, jedoch werden sie nicht weiter entwickelt, da die individuelle Situation der einzelnen Euro-Staaten nicht ausreichend berücksichtigt wird.
    Für die europäische Wirtschaft allerdings ist der Euro ein Segen, denn man überlege mal, was beim internationalen Handel, durch die schwankenden Wechselkurse der Währungen, an Verlusten zu berechnen wäre. Es hilft uns doch auch, den Überblick über die Preise zu behalten, wenn wir im Urlaub ein „Schnäppchen“ entdecken und dann überlegen können, ob es daheim nicht billiger ist.

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  • Wariner 53

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    meiner meinung nach müssten wir so schnell wie irgent möglich zu D-Mark zurückkehren,denn der Euro ist der grösste beschiss des Jahrtausents.
    Nach einführung des unsäglichen Euros wurde alles sofort teurer.Und und der Todesstoss für Deutschlands Normalbürger wurde eingeleitet.
    Alswo ich könnte beim besten Suchen nichts finden was unsere Lebenssituation verbesset hätte. Ich habe festgestellt das die Brieftasche sehr schnell lehrer wird als zu D-Markzeiten, und das immer mehr Monat als Euro überbleibt am Monatsende, dennder Euro wird jedes Jahr wertloser für uns Ottonormalverbraucher.
    Der Finanzminister freut sich über jede Preiserhöhung,desto mehr
    nimmt die Staatskasse ein um es im Ausland zu verschleudern,was dem Menschen in den Schuldenländern keineswegs helfen wird,sonder nur denjenigen die schon die Brieftasche nicht mehr nicht mehr zubekommen.
    Das ist meiner Meinung nach eine fatale und gefähliche Entwicklung
    in Europa wo es kein Plan B mehr geben wird.

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